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Katzenwelt / ..es gibt ja nicht nur Hunde

Katzen sind geborene Jäger, doch Übung macht den Meister. Deshalb beginnen Katzenwelpen auch schon im Alter von 4 Wochen, spielerisch auf Beutefang zu gehen.

 

 

 

Eine Katze ist kein Hund - sie lässt sich kaum etwas befehlen sondern hat Ihren Dickkopf. Katzen besitzt man nicht - man teilt sich eine Wohnung mit ihnen und räumt hinter ihnen her (wie wahr).  Wenn man dann aber so ein verspieltes Fellbündel im Arm hält und das zufriedene Schnurren hört, ist das mehr als eine Entschädigung für alle Unannehmlichkeiten.

 

 

 

Welche Katze ist die richtige? 

Falls Du selbst schon ein etwas älteres Semester bist, ist es von Vorteil, eine auch etwas ältere Katze zusuchen, die nicht mehr ganz so verspielt ist.

Wenn kleine Kinder im Hause sind, würde ich von Langhaarkatzen eher abraten, da diese doch sehr pflegeintensiv sind und man Kaugummi oder Knetmasse sehr schwer wieder aus dem Fell entfernen kann.  Auch ältere Katzen (sogar über 7 Jahre) sind hier wahrscheinlich fehl am Platz.

Rassekatzen sind ziemlich teuer - bei verantwortungsbewussten Züchtern musst Du mit mehr als € 500,-- pro Welpe / Jungtier rechnen. In Tierhandlungen sind Rassekatzen meist wesentlich günstiger, allerdings würde ich dringend davon abraten, eine Katze in einer Tierhandlung zu kaufen.

Die meisten Katzen dort sind aus einer Massenzüchtungen und oft auch ziemlich verstört. Die wichtige Sozialisierungsphase verbrachten sie ohne ihre Mutter und konnten auch wichtige Dinge wie Sauberkeit usw. nicht von ihr lernen. Viele der Katzen sind schon vorher krank und Ihr müsst damit rechnen, dass sie ein Vielfaches des Betrages, den Du beim Kauf der Katze gespart hast, für Tierarztrechnungen ausgeben.

 

 

Hauskatzen sind im allgemeinen robuster als Rassekatzen - wenn es also nicht gerade die Schönheit aus der Fernsehwerbung sein muss.

 

 

 

Wenn Du einen Kameraden zum Liebhaben suchst, bist Du mit einem Kätzchen vom Bauernhof oder aus dem Tierheim sicher auch sehr gut beraten.

 

 

 

Katze oder Kater?

Grundsätzlich sind Katzen anschmiegsamer und Kater etwas wilder (da hab ich wohl die absoluten Ausnahmen hier im Haus). Der einzige Unterschied tritt ab der Geschlechtsreife (ab ca.5  bis 12. Monat) auf: Katzen werden "Rollig" - sie schreien und gebärden sich wild, die Kater markieren ihr Revier mit Urin. Wenn man die Tiere nicht zur Zucht verwenden möchte, sollte man sie, wenn sie damit beginnen, kastrieren lassen. Das ist beim Kater ein relativ einfacher Eingriff - nach ein paar Stunden ist er wieder wohlauf. Für Katzen ist das ganze eine etwas schwerere Operation und sie benötigen mehrere Tage um sich wieder davon zu erholen. Die Preise dafür entsprechen dem Aufwand - die Kastration einer Katze kostet etwa 5 bis 10mal soviel wie die eines Katers.

 

Die Katze aus dem Heim

Wenn Du noch nie eine Katze hattest, solltest Du Dir besser keine erwachsene Katze aus dem Tierheim anschaffen. Viele der Tiere sind schon so lange im Heim und an menschlichen Kontakt gar nicht mehr gewöhnt. Einige haben vielleicht schon einiges mitgemacht, sind vielleicht vom Balkon gefallen, waren wochenlang draußen und wurden dann halbverhungert eingefangen. Vielleicht wurden sie auch von ihren Vorbesitzer misshandelt oder einige mussten den Tod ihrer Besitzer miterleben und wurden von ihren "Geschwistern" getrennt. Ich persönlich würde nur erfahrenen Katzenbesitzern zu einer erwachsenen Katze aus dem Tierheim raten.

Du musst damit rechnen, dass das Tier relativ lange braucht, bis es sich an Dich und der neuen Umgebung eingewöhnt hat und viele der Tiere sind nicht sauber. Lass Dir vom Personal des Tierheimes die Geschichte der Katze Deiner Wahl erzählen. Je länger die Katze schon im Heim ist, desto schwieriger wird es, sie an ihr neues Zuhause zu gewöhnen.

Wenn Du dann immer noch bereit bist, Dir ein Tieres aus dem Heim mit nach Hause zunehmen und das Tier sich gut einlebt, kannst Du Dir jedoch seiner lebenslangen Dankbarkeit sicher sein.

 

Weitere Informationen zum Thema "Katzen" findet Ihr unter

 www.Katzenfreund.com